Die Jury

Wer beim internationalen Wettbewerb „Les Chefs en Or“ im November 2020 in Paris, die Fachjury rund um Sternekoch Thierry Marx von sich überzeugen will, muss erst die hochkarätig besetzte, siebenköpfige österreichische Jury mit seiner Bewerbung und live beim großen Kochwettstreit der drei Finalisten auf der PUR 2020 für sich gewinnen.

Die Jurymitglieder bewerten alle Einreichungen nach folgenden Kriterien: Berufserfahrung, handwerkliches Können, Kreativität in der Rezeptgestaltung und auf dem Teller, sowie Professionalität in der Ausarbeitung des Rezepts und im Zeitmanagement.

Beim Pre-Bewerb am 21.04.2020 im Rahmen der Transgourmet PUR werden alle Juroren anwesend sein und Geschmack und Technik bewerten.

 

Rudolf Obauer – Restaurant Obauer

Seit 40 Jahren bespielt Rudi Obauer gemeinsam mit seinem Bruder Karl den Familienbetrieb am Werfener Dorfplatz auf kulinarischem Spitzenniveau. Seit 1995 halten die Obauers ununterbrochen bei vier Gault-Millau-Hauben,1996 wurden die Brüder vom Guide Michelin auf Anhieb mit zwei Sternen ausgezeichnet. Die Obauer-Küche gilt als eine der härtesten Schulen, die man als junger Koch durchlaufen kann – aber auch als eine der lehrreichsten. Hart, aber herzlich wird Rudi Obauer sowohl bei der österreichischen Vorausscheidung wie auch als Mitglied der Fachjury in Paris urteilen.

 

 

Helmut Rachinger – Fernruf7

Helmut Rachinger machte im Mühltalhof schon vor Jahrzehnten auf Haubenniveau konsequent das, was in der Fine-Dining-Szene heute State-of-the-art ist: Hyper-regionale Küche, schnörkellos, handwerklich perfekt umgesetzt. Letztes Jahr räumte Vater Rachinger den Platz in der Mühltalhof-Küche aber endgültig für Sohn Philip und kocht seitdem im Fernruf 7 auf der gegenüberliegenden Straßenseite, was ihm gerade so gefällt. Beim Les Chefs en Or-Wettbewerb in Paris bildet er gemeinsam mit Rudi Obauer das österreichische Fachjury-Duo in Paris.

 

 

Heinz Reitbauer – Restaurant Steirereck

Platz 17 der World’s 50 Best Restaurants Liste, zwei Michelin-Sterne, vier Gault-Millau-Hauben: Heinz Reitbauer ist nicht nur Vorreiter einer selbstbewussten, unprätentiösen österreichischen Hochküche, sondern auch der wohl unermüdlichste Verteidiger und Bewahrer der geschmacklichen Vielfalt des Landes. Ihr gibt er in seinem Restaurant Steirereck im Wiener Stadtpark eine zauberhafte, zeitgemäße Bühne und wird dafür von Kritikern, Gästen, Kollegen und einer ganzen Generation junger Köche geschätzt und bewundert.

 

 

Martin Klein – Hangar-7

Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7

Die Fußstapfen, die Roland Trettl als langjähriger Executive Chef des Salzburger Restaurants Ikarus im Hangar-7 hinterließ, waren nicht gerade klein – aber dann trat der gebürtige Elsässer Martin Klein, der zuvor bereits als Head Chef unter Trettl gearbeitet hatte, auf den Plan. Gemeinsam mit seinem perfekt eingespielten Küchenteam sorgt Klein seit 2014 dafür, dass die Geschmäcke der Welt in Salzburg ein doppelt sternegekröntes Zuhause finden, und verantwortet mit Charme, Talent und Leidenschaft das wahrscheinlich interessanteste Gastronomiekonzept der Welt.

 

 

Juan Amador – Restaurant Amador

Ein Spross andalusischer Einwanderer, aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland, ebendort bereits zwei Mal mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet, hat 2019 geschafft, was bis dahin noch keinem österreichischen Koch gelang: Er wurde für seine französisch-spanisch-österreichische Fusionsküche im Restaurant Amador in Wien mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet. Seit 2016 bespielt Amador das umgebaute Kellergewölbe Fritz Wieningers mit Eigensinn und Verve. Seine Küche will er als Einladung verstanden wissen, sich voll und ganz auf die Wahrnehmung des Geschmacks zu konzentrieren.

 

 

Silvio Nickol – Palais Coburg

Fünf Jahre, nachdem er das kulinarische Ruder im Wiener Palais Coburg übernommen hatte, kam Silvio Nickol 2016 endgültig in der europäischen Fine-Dining-Championsleague an: Nach zwei Michelin-Sternen verlieh ihm der Gault Millau die lang ersehnte und hoch verdiente vierte Haube. Nickols Küche ist kreativ, filigran, aufwändig und geprägt von einem geradezu traumwandlerischen Gespür für Aromen und Texturen. Von Trends lässt sich der gebürtige Sachse grundsätzlich nicht einnehmen, perfektes Handwerk und zeitlose Eleganz auf dem Teller gehen ihm über alles.

 

 

Konstantin Filippou – Restaurant Konstantin Filippou

Der in Graz geborene Sohn einer Österreicherin und eines Griechen hat sich nach Stationen bei nationalen und internationalen Fine-Dining-Größen und dem Sprung in die Selbstständigkeit 2013 letztes Jahr endgültig in den Koch-Olymp vorgearbeitet. Nach 2 Michelin-Sternen verlieh der Gault Millau dem „Koch des Jahres“ 2016 die vierte Haube. Seine mediterrane, technisch perfekte, verspielte und auf intensive Aromen fokussierte Küche im Restaurant Konstantin Filippou zählt zweifelsfrei zu den kreativsten und spannendsten des Landes.